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Eine Phishing-Domain im Konto. Soll der Registrar die anderen 299 prüfen?

NiceNIC

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ICANN diskutiert derzeit sogenannte „Associated Domain Checks“. Gibt es verwertbare Hinweise auf DNS-Missbrauch bei einer Domain, soll der Registrar auch zugehörige Domains untersuchen.

Beispiel: 300 Domains in einem Konto, eine davon ist nachweislich Teil einer Phishing-Kampagne. Eine Prüfung der übrigen Domains kann weitere Treffer liefern – aber derselbe Inhaber macht die anderen 299 nicht automatisch verdächtig.

Wäre „prüfen ja, Maßnahmen nur mit eigenen Belegen pro Domain“ für euch ein fairer Ansatz?
 
Für mich ja – mit klarer Trennung.

Eine bestätigte Phishing-Domain ist ein Signal für das Konto, nicht ein Urteil über jede andere Domain darin. Der Registrar sollte die restlichen 299 zumindest auf dieselben Muster prüfen: gleiche Nameserver/Mailsetup, sehr ähnlicher Name, gleiches Registrierungsfenster, gleiche Redirect-/Hosting-Kette.

Maßnahmen (Hold, Suspend, Notice) nur dort, wo es eigene Treffer gibt. Sonst bestraft man Portfolios und Reseller pauschal, und Missbrauch wandert einfach in ein frisches Konto.

Praktisch wäre: Check auslösen, Treffer dokumentieren, Inhaber informieren, Frist zum Aufräumen – und nur die belasteten Namen anfassen.
 

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