*Just meine 5 Cent*,
Wenn man Preise ab 5 stellig hat, dann schließt man doch im Grunde damit automatisch Privatleute aus
Ich glaube mal darum geht es nicht. Die wenigsten hier haben Domains im Portfolio, die anhand der üblichen Bewertungsgrundlagen auf einen fünfstelligen Betrag kommen. Andererseits: Wenn man sich manch einen hochpreisigen Domainverkauf anschaut, dann handelte es sich auch nicht um die “typische” Top-Domain, die man wertmäßig so eingestuft hätte.
Demnach kann man durchaus behaupten: es spielt eine Rolle wer das Gegenüber ist, denn der WERT, den die Domain für ein Unternehmen hat ist sicherlich anders zu bewerten als bei einem Studenten oder Privatmann. Warum sollte man seine Preisvorstellung in einem solchen Fall nicht anpassen, wenn Kaufkraft und Interesse auf der Gegenseite vorhanden ist ? Natürlich kann der Domain”wert” sich jederzeit nach oben erhöhen, z.B. wenn es sich um eine generische Domain handelt, die einem aktuellen Hype oder einer Innovation zuzuschreiben ist. Da kann die Preisvorstellung sich gestern noch bei 1000 EUR bewegt haben, ich persönlich würde es völlig legitim finden, wenn sich diese bei einer Anfrage durch den entsp. Endkunden dann auch erhöht.
Zum eigentlichen Thema:
Wenn ich einem Studenten eine Domain günstig verkaufen möchte, dann tue ich dies, verhandel nicht lange (und freue mich). Möchte ich sie an einen Endkunden verkaufen oder kommt von einem solchen eine Anfrage, dann setze ich die Verhandlungen natürlich anders an. Der Wert einer Domain entspricht dem, was ein anderer bereit ist dafür zu bezahlen, im Grunde ist dies richtig. Dies kann sich jedoch nur über Verhandlungen ergeben, was bedeutet, dass eine Domain sich im Preis durchaus auch erhöhen “darf”, ob dieser Preis nun abweicht von der ursprünglichen Preisvorstellung oder nicht spielt dabei keine Rolle, denn letztendlich zählt das Resultat (= der Preis, den den Käufer zahlen kann / will).
Kommt es letztendlich unter den Umstand des "vorgetäuschten Studenten" zu einem Abschluss, eben aus einem Entgegenkommen heraus, dann bleibt ein äußerst übler Nachgeschmack. Wenn ich Geld spende, oder Sachgüter günstig an finanzschwache Menschen verkaufe dann gehe ich auch davon aus, dass es da ankommt wo es hinkommen sollte.
Ich persönliche kenne, andersrum, auch kein Unternehmen dass sich "freuen" würde oder rechtlich die Füße stillhält, wenn ein Kunde oder Geschäftspartner mit falschen Angaben zur Person etc. auftritt um sich einen Vorteil zu verschaffen (und dies dadurch auch erreichen würde).
Das sehe ich nicht ganz so. Der eine Privatmann kauft sich eine Eigentumswohnung als Renditeobjekt für 60.000,der andere für 160.000 EUR. Ähnlich kann es heutzutage auch mit Domains sein, wenn man sich wie bei einer ETW mit dem Markt beschäftigt hat.
Wenn er das Geld flüssig hat (Lottogewinn, Erbe...) warum nicht ? IdR ist das aber doch die Ausnahme. Sprich, Investitionen in solcher Höhe durch Privatleute sind doch eher selten im Domainbiz.
Liebe Grüße,
Karin